| Kindergarten-Gottesdienst vom 26. April 2009 |
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| Geschrieben von: RDF |
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Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Geschwister, ich habe mich schon am Mittwoch bei den Vorbereitungen für diesen Gottesdienst sehr darüber gefreut, als ihr davon erzählt habt, wie ihr es geschafft habt, morgens besser aus dem Bett zu kommen (damit werdet ihr gerade von einigen Eltern beneidet ), wie ihr es geschafft habt, mit dem Schlagen, Kratzen und Kneifen aufzuhören. Ihr habt ganz viel geschafft in den letzten Monaten. Seit Barak Obama ist es modern zu sagen: Yes we can. Ja wir schaffen es. Lange bevor Barak Obama so erfolgreich wurde, habt ihr versucht ein paar Dinge in eurem Leben zu ändern und ihr habt es nicht nur versucht, sondern ihr habt auch einiges geschafft. Wenn es um ein paar ganz hilfreiche Veränderungen in unserem Leben geht, die wir erreichen wollen, dann seid ihr nicht allein. Das versuchen auch wir Erwachsenen immer mal wieder, wir kämpfen ebenso wie ihr gegen schlechte Gewohnheiten, kämpfen gegen die Pfunde, die zu viel sind und bemühen uns darum gut miteinander umzugehen, Konflikte gut zu lösen und für einander da zu sein. Da ist es auch für uns Erwachsene immer wieder die Frage: Wie schaffen wir das? Wie können wir gute Veränderungen in unserem Leben erreichen? Ich erzähle euch eine kleine Geschichte aus dem Leben Jesu, die uns helfen soll. Die Erwachsenen können die Geschichte an der Wand mitlesen, während ich sie euch erzähle. Markus 4, 35 ff 35 Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. 36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. 37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. 38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? 39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. 40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? 41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen? Jesus hatte ganz viel gepredigt und am Abend wollte er mit seinen Freunden Petrus, Johannes und den anderen in einem Boot über den großen See Genezareth fahren. Das ist ein ganz besonderer See, denn manchmal ändert sich das Wetter auf dem See sehr viel schneller als auf anderen Seen. Erst ist der Himmel noch ganz klar und man kann die Sterne sehen. Im nächsten Augenblick jagen schon dunkle, große Wolken über den Himmel und ein ganz starker Wind bläst. Als die Freunde mit Jesus auf dem See waren, gab es auf einmal so einen starken Sturm und die Wellen wurden ganz hoch, das Boot tanzte auf den Wellen hin und her. Die Männer konnten rudern, wie sie wollten: Sie kamen kaum noch vorwärts. Sie hatten große Angst, dass sie mit dem Boot untergehen und in dem See sterben würden. Sie wussten, allein schaffen wir das nicht. Der Sturm, die Wellen sind viel zu stark für uns. Wir brauchen Hilfe. Gut, dass Jesus mit in dem Boot war. Er war eingeschlafen, weil er von der Arbeit mit den vielen Predigten ganz kaputt war ( Komisch Predigen ist doch eigentlich nur Spaß und ein wenig Spielerei am Sonntagmorgen oder ? ). Als sie ihn nun weckten, half er Petrus und den anderen. Er beendete den Sturm und dann fragte er sie: Warum habt ihr so eine Angst? Habt ihr keinen Glauben? Vorhin haben wir mit euch zusammen ein Lied gesungen: An der Hand eines Starken zu gehen, das gibt Mut und Sicherheit. So war das auch bei Petrus, Johannes und den anderen auf dem See. Als sie alleine gegen den Sturm und gegen die Wellen kämpften, haben sie ihren Mut und ihre Sicherheit verloren. Da bekamen sie Angst und die Angst war stärker als ihr Mut und ihre Sicherheit. Und da fragte Jesus sie dann: Warum habt ihr Angst, warum glaubt ihr nicht an mich? Jesus gibt ihnen und uns Mut und Sicherheit, wenn sie, wenn wir an ihn glauben. Das habt ihr auch erlebt, als ihr versucht habt mit dem Schlagen und Kneifen aufzuhören. Das habt ihr nicht allein geschafft. Heidrun, Annette, Carola und die anderen haben euch geholfen. Sie haben euch immer wieder die Angst genommen und haben euch immer wieder gesagt: Ihr schafft das. Kommt wir machen weiter, wir versuchen es wieder, wenn es mal wieder schief gegangen ist, wenn ihr nicht gleich alles richtig gemacht habt. So ist das auch für uns alle mit Jesus: So wie er Petrus und Johannes die Angst genommen hat, sagt er zu uns auch immer wieder: Fürchtet euch nicht. Mit mir zusammen kommt ihr aus den Stürmen und aus den Kämpfen eures Lebens heraus. Irgend jemand hat einmal in der Bibel nachgezählt, wie oft das so von Jesus und von Gott gesagt wird in der Bibel. Und als man nachgezählt hat, hat man 365 Mal dieses Fürchte dich nicht gefunden. Eigentlich für jeden Tag des Jahres ein Fürchte dich nicht. Und es ist so wichtig, dass wir dieses Fürchte dich nicht von Jesus hören. Wenn wir versuchen, uns das selbst zu sagen: ich schaff das, ich kann das, dann wird das viel schwieriger. Wir brauchen einen, der stärker ist als wir, der uns kennt und der unsere Kämpfe kennt. Wir brauchen einen, der weiß, wie schwer es ist unser Leben zu verändern und wenn der dann sagt: Fürchte Dich nicht, mit mir zusammen schaffst Du das, dann gewinnen wir unseren Mut und unsere Sicherheit zurück. Dann bekommen wir die Kraft weiter zu machen, wenn es schwierig wird und wenn wir es mal wieder nicht geschafft haben. Deshalb lesen Christen in der Bibel, deshalb besuchen wir so regelmäßig wie möglich die Gottesdienste. Jesus Christus, der gekreuzigte und auferstandene spricht in der Bibel und im Gottesdienst zu uns. Wir brauchen uns das nicht selbst sagen. Mit der Bibel, im Gottesdienst und durch einige andere Möglichkeiten spricht er immer wieder sein Fürchte Dich nicht in unser Leben. Zusammen mit mir schafft ihr das. Seine Worte vertreiben unsere Angst, seine Worte geben Mut und Sicherheit. Und dann will er, dass wir zusammen in der Gemeinde leben, weil wir Menschen an unserer Seite haben sollen, die uns unterstützen, anstatt uns die Kraft zu rauben und uns fertig zu machen. Das kennt ihr Kinder auch. Wenn ihr etwas nicht geschafft habt und die anderen lachen über euch oder ihr hört, wie sie hinter eurem Rücken über euch reden, dann macht euch das zusätzlich traurig, dann macht das euer Leben noch schwerer, als es ohnehin schon ist. Jesus Christus will, dass wir in einer Gemeinde zusammen leben, damit wir nicht dauernd über die Fehler der anderen lachen, damit wir nicht mit dem Finger auf sie zeigen und hinter ihrem Rücken genüsslich unsere Schadenfreude ausbreiten. Sondern wir sind dazu da, die Kämpfe im Leben unserer Nachbarn und Freunde zu sehen und sie dann mit unseren Gebeten zu unterstützen, Worte der Ermutigung und des Segens in ihr Leben zu sprechen, die sie aufbauen und ermutigen. Wievielen Menschen ist in ihrer Bindung an den Alkohol und an andere Süchte und schädliche Gewohnheiten geholfen worden, weil sie nicht abgelehnt und verurteilt wurden, sondern weil da Menschen waren, die gebetet haben und die die Hoffnung nicht aufgegeben haben, dass der Herr Jesus, der uns so lieb hat, dass er unsere Schwächen und unser Versagen ans Kreuz getragen hat auch die Kraft hat uns von unserem Versagen zu befreien, selbst wenn wir über Jahre und Jahrzehnte dagegen angekämpft haben. Letztens sah ich im Fernsehen den Bericht von einer Frau, die sich in so tiefe finanzielle Schwierigkeiten hinein gewirtschaftet hatte, dass sie schon gar nicht mehr die Kraft hatte, die Briefe mit den Rechnungen und Mahnungen zu lesen. All diese Schreiben wanderten ungelesen in einen großen Koffer und der Schuldenberg wuchs immer weiter. Zum Glück hatte sie eine Schwester, die sie nicht aufgegeben hat. Sie unterstützte sie und suchte gemeinsam mit ihr nach einem Rechtsanwalt, der ihr helfen konnte, einen Überblick über ihre Finanzen zu bekommen. Er unterstützte sie bei der Bank, als sie ein neues Konto einrichten musste. Die Schwester half ihr bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Alle hätten über sie lachen können, sie verurteilen und ablehnen können. Und jedes Lachen, jede Verurteilung, jede Ablehnung hätte den Weg aus der Not nur noch schwerer gemacht. So wie diese Schwester und wie diesen Rechtsanwalt diese Frau ermutigt haben, hat Gott uns zusammen gefügt, damit wir unsere Schwächen, unsere Nöte sehen und dann mindestens diese Nöte zu einem Gebet werden lassen und da wo es geht mit einander auf den Wegen helfen, die aus der Not herausführen. Welche Kämpfe siehst Du im Leben Deiner Freunde, deiner Nachbarn, in deiner Familie? Wie willst du damit umgehen, was du da siehst? Wir können ein Teil der Lösung und der Befreiung, wir können ein Teil der Siege und der Freude sein. Wir können auch das Problem im Leben der Menschen größer machen, ihr Leiden verstärken. Es ist unsere Entscheidung. Wollen wir das zusammen heute morgen neu so sagen: Wir schaffen das zusammen mit Jesus Christus.? Amen |
Ein Ruhemoment



