| Kindergarten-Gottesdienst vom 12. Juli 2009 |
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| Geschrieben von: RDF |
Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Geschwister, das Thema dieses Gottesdienstes und deshalb auch das Thema dieser Predigt heißt: Gott geht mit. Oder noch mehr Gott geht mit uns mit ! Stimmt das eigentlich ? Können wir das glauben ? Selbst wenn einige Menschen in der Bibel davon berichtet haben, dass Gott mit ihnen unterwegs gewesen ist, können wir so einfach davon ausgehen, dass er auch mit uns gehen wird ? Und hat das für uns irgendeine Bedeutung, wenn Gott mit uns geht ? Merken wir so viel davon, dass wir nicht allein unterwegs sind in unserem Leben, sondern dass da dieser Gott ist, der bei uns ist, wenn ihr euch jetzt zum Beispiel nach dem Sommer auch auf den Weg in die Schule macht ? Die Bibel ist voll mit Geschichten von Menschen, die es erlebt haben, dass Gott mit ihnen zusammen unterwegs gewesen ist. Einer von diesen Menschen ist Jona gewesen, ein anderer war Abraham. Von ihm, von Abraham wird in der Bibel gesagt, dass Gott zu ihm geredet hat und das lese ich kurz vor: 1 Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. 2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. 4 Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog. Wenn Gott so mit Abraham geredet hat, dann bedeutet das erst einmal, dass er genau wusste, wo Abraham gerade war, als er mit ihm reden wollte. Die Erde ist richtig groß. Viele Menschen, die jetzt in den Urlaub nach Italien fahren, werden allein für diese Fahrt von Kassel nach Italien 8 oder 9 Stunden unterwegs sein. Andere fliegen nach Amerika mit dem Flugzeug und sind auch 7 oder 8 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs. Die Erde ist groß, ganz viele Menschen leben auf der Erde und trotzdem wusste Gott, wo er Abraham finden würde, als er mit ihm reden wollte. Und er kam zu Abraham und Abraham konnte hören, wie Gott mit ihm geredet hat. So ähnlich hat es Jona erlebt, als Gott zu ihm kam und sagte: Jona du sollst nach Ninive gehen und du sollst den Menschen dort sagen, dass es böse ist, wenn sie dort ganz viele andere Götter verehren. Wenn sie damit nicht aufhören, dann muss ich sie bestrafen. Gott wusste offensichtlich, wo Jona war und er ging zu ihm und redete mit ihm. Gott wusste danach, dass Jona nicht nach Ninive gegangen ist, sondern dass er genau in die entgegen gesetzte Richtung gegangen war und er schickte den Wal zu Jona, um ihn zu retten, als er ins Meer geworfen wurde. Der Wal kam in dem Meer genau an den Ort, wo Jona zu finden und zu retten war, weil dieser Gott wusste wo Jona war und dass er Rettung brauchte. Die Erde ist sehr groß und ganz viele Menschen leben auf der Erde, aber Gott wusste, wo Abraham gerade war, er wusste immer, wo Jona gerade war. Und immer wieder haben viele andere Menschen erlebt, dass Gott ihr Leben so ganz genau gesehen hat, dass er wusste, wo Maria war, als er den Engel zu ihr schickte, er wusste, wo Paulus gerade war, als er kurz vor Damaskus zu ihm kam und als er mit Paulus darüber sprechen wollte, wie er ganz anders leben konnte. Und dieser Paulus erklärte das einmal so für ein paar Menschen in Athen: Apostelgeschichte 17, 26f Er ( das ist Gott ) hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. 27 Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Weil Gott uns alle gemacht hat. Weil er uns alle so lieb hat, dass er uns leben lassen will. Deshalb achtet er ganz genau auf jeden einzelnen, deshalb weiß er von jedem einzelnen Menschen, wo wir gerade sind. Und er ist keinem von uns fern, er ist so ganz nahe bei uns, dass wir ihn hören können, dass wir ihn verstehen können, wenn er mit uns redet. Wenn ich jetzt ganz leise flüstere: Timmi komm mal her, dann versteht das niemand und Timmi wird auch nicht kommen, weil er es nicht hören kann in der Entfernung. In der Bibel hören wir es mehrfach und wir haben es verschiedentlich selbst erlebt, dass die Stimme Gottes manchmal leise ist wie ein Flüstern, das wir nur dann verstehen, wenn er ganz nah bei uns ist. Wenn er ganz in unserer Nähe ist und wenn er mit uns redet, dann können wir so etwas erleben, wie ihr es erlebt habt, als ihr Angst davor hattet, allein in den Keller zu gehen oder als es recht schwierig für euch gewesen ist, als ihr allein über den Bach gehen solltet. Das passiert auch bei uns Großen, dass wir Angst haben. Es gibt auch Eltern, die nicht so gerne allein in einen Keller gehen oder die Angst haben vor Spinnen. Auch wir Großen haben immer wieder Angst davor, dass wir versagen könnten oder dass es Unglücke in unserem Leben geben könnte . Und auch für uns Große ist manches in unserem Leben schwierig, wenn wir es allein schaffen sollen. Manche Aufgabe bei der Arbeit lösen wir mit anderen Menschen zusammen besser, als wenn wir allein daran arbeiten sollten. Manchmal schaffen wir es nicht allein die Probleme in unseren Familien zu lösen. Manchmal ist es für uns allein zu schwer zu ertragen, wenn wir traurig sind. Wir brauchen alle Hilfe in unseren Ängsten und bei den Aufgaben und den Problemen, die wir allein nicht lösen können. Ich erlebe es bei mir selbst und ich sehe es bei vielen anderen Menschen, dass es die größte Hilfe in unserem Leben ist, wenn Gott bei uns ist und wenn er uns mutig macht und wenn er unsere Ängste überwindet. Es ist für viele von uns die größte mögliche Hilfe in unserem Leben, wenn wir mit diesem Gott all die Schwierigkeiten in der Familie und bei der Arbeit sprechen können und wenn wir ihn um seine Hilfe bitten können. Dieser Gott zwingt uns nicht, das zu tun, was er uns sagt. Aber so wie Jona geraten wir nur zu häufig in Schwierigkeiten, wenn wir nicht auf ihn hören und wenn wir genau das Gegenteil von dem tun, was Gott uns sagt. Aber ebenso wie Jona können wir immer wieder feststellen: dieser Gott geht mit uns, egal wohin wir gehen und er versucht immer wieder uns auf die guten Wege zurück zu führen, die wir mit ihm gehen sollen. Zu Abraham hat Gott gesagt, dass er ganz viel Gutes, ganz viel Segen in seinem Leben bewirken will und dass Abraham mit diesem Segen Gottes ganz viel Gutes tun kann für die Menschen, denen er auf seinem Weg in das neue Land begegnen wird. Das sollt Ihr jetzt auch erleben, wenn ihr in die Schule geht. Dieser Gott soll ganz nah bei euch sein. Er soll euch in den Ängsten vor den Lehrern und vor den anderen Kindern in der Schule helfen. Er soll euch beim Lernen in der Schule helfen und ihr sollt seinen Schutz und seine Hilfe spüren, wenn ihr nach der Schule spielt. Er soll in allem, was ihr zu Hause oder in der Schule erlebt, spürbar bei euch sein. Er soll euch schützen in Gefahren und er soll euch soviel Gutes schenken, dass ihr es seht: dieser Gott liebt euch und er macht euer Leben ganz, ganz gut. Amen
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